Blog-Archiv

Von 2006 - 2011 habe ich hier ein Blog über meine tägliche Arbeit geschrieben.
Das hier ist das Archiv.

Web 1, Web 2, und Web 3

22.01.2007

Es gibt drei Internet.
Ok, der Satz funktioniert grammatikalisch nicht, aber davon abgesehen fürchte ich, es stimmt.

Internet 1: Das Internet im Blick der klassischen Medien.

Und was liest man, wenn in Zeitung, Radio und Fernsehen das Internet auftaucht? (Kinder-)Pornographie, Terroristen, undurchsichtige Chaträume, in denen sich Kannibalen treffen, Betrug auf irgendwelchen Auktionsplattformen, Viren, Trojaner, Spam.
Die Möglichkeiten, die das Internet uns allen gegeben hat werden auf den Technikseiten der Wochenendbeilagen oder in den Pseudo-Wissenschaftsendungen nachts um elf abgehandelt - zur Prime Time finden nur die dunklen Seiten statt.

Internet 2: Fun, Fun, Fun. We love to entertain you.

Gerade die Fernsehsender stellen uns ein zweites Internet vor. Da gibt es sportliche Yetis, Wallpaper oder eCards mit den Moderatoren der nachmittäglichen Boulevardsendungen, Gästebücher, in denen Karl-Heinz die Oma grüßt und Tokyo Hotel bejubelt wird und manchmal auch 10 Zeilen »Hintergrundinfos« zur laufenden Sendung. Alles wird auf möglichst viele Seiten verteilt, damit viel geklickt und viel Werbung eingeblendet werden kann. Denn ohne Werbung lohnt das ganze ja eh nicht.

Internet 3: Mein Internet. Bin ich ein Nerd?

In meinem Internet finden die beiden erstgenannten nicht statt. Nach zwielichtigen oder kriminellen Inhalten zu suchen interessiert mich ebenso wenig wie lustige Spielchen und kleine Infotainment-Häppchen. Ich arbeite mit dem Internet. Es ist meine wichtigste Informationsquelle und mein wichtigstes Kommunikationsmedium.
Ich chatte nicht, um Liebesbotschaften auszutauschen, sondern um an einem Projekt zu arbeiten.
Ich lade meine Fotos ins Internet, damit die Urlaubsbgleitung sie sehen oder Abzüge bestellen kann.
Ich habe meine Bookmarks online, weil ich weiß, dass sie anderen Menschen nützen - und ihre Bookmarks mir.
Ich schreibe dieses Blog, weil ich kommunizieren möchte.

Und dann? Die Firmen-Homepage

Früher war die Firmen-»Homepage« eine Power-Point-Präsentation, die online zu sehen war. Dann wurde es komplizierter.
Denn oft wird es erst dann richtig interessant, wenn ich beim Kunden sitze und die Versionen eins bis drei irgendwie übereinandergelegt werden sollen. Gerne eröffne ich meine Gespräche mit der Frage »Was wollen Sie denn im Internet?«
Denn neben den ganzen Bildern, die so in den Köpfen der Menschen sitzen und neben der Präsentation, gibt es ja eine Menge mehr.

Aber ich zeige das gerne.

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