Blog-Archiv

Von 2006 - 2011 habe ich hier ein Blog über meine tägliche Arbeit geschrieben.
Das hier ist das Archiv.

Noch ein Browser: Chrome

03.09.2008

Ausschnitt Programmfenster Google ChromeBei jedem modernen Betriebssystem ist direkt ein Internetbrowser dabei und wenn ich von Alternativen spreche werde ich oft nach dem Grund gefragt. Gründe gibt es da viele: Mehr Funktionen, mehr Sicherheit und »politische« Gründe wie ein gefühlter Widerstand gegen eine Software-Monokultur können da eine Rolle spielen. Und so freue ich mich natürlich, wenn es wieder einen neuen, vielversprechenden Browser gibt.

Gleichzeitig bedeutet ein neuer Browser für mich als Webdesigner selten Freude. Schon jetzt gehört es zum Berufsalltag, eine Html-Seite zuerst möglichst sinnvoll aufzubauen und sich dabei an die Regeln des W3C – quasi der Entwickler von Html – zu halten. Dann beguckt man sich die gerade erstellte Seite in möglichst vielen verschiedenen Browsern auf möglichst vielen Betriebssystemen und beginnt für verschiedene Einzelfälle nachzubessern. Oder besser: Zu verschlimmbessern.
Denn nicht jeder Browser hält sich bei der Darstellung von Webseiten an diese Regeln – und gerade der weit verbreitete Internet Explorer, den viele in seinen verschiedenen Versionen ganz selbstverständlich benutzen ist mit seinen Fehlinterpretationen ganz vorne dabei.

Und jetzt gibt es einen neuen Browser. Google, die Firma, die sich erst durch die Suchmaschine und dann durch immer neue, aufsehenerregenede Webdienste wie Google Mail oder Google Maps einen Namen gemacht hat wirft jetzt auch einen Browser ins Rennen: Chrome

Mein erster Test zeigte zwar keine großen Unterschiede, aber – wie das Webstandard-Blog auch schon vermutet –  die Chancen, dass Google aufgrund seines Bekanntheitsgrades den dritten »großen« Browser herausgebracht hat stehen gar nicht so schlecht. Und spätestens dann werden auch diese kleinen Unterscheide wichtig und die Webdesigner haben wieder einen wichtigen Kandidaten zur Kontrolle.
Die Frage, ob die User Google noch mehr Kontrolle über ihre Surfgewohnheiten geben möchten steht dabei vermutlich bei vielen im Hintergrund, solche – oben ja schon erwähnten – »politischen« Gründe spielen bei den meisten Anwendern ja eher eine untergeordnete Rolle.

Die Benutzung des neuen Browsers wirkt schlüssig und ermöglicht flüssiges Arbeiten, den Eindruck des Webmaster-Blogs, dass es sich um den schnellsten derzeit erhältlichen Browser handelt mag ich unterstützen. Und auch für Entwickler gibt es einige Werkzeuge - ein Blick auf die neue Software lohnt also auch für »normale Benutzer«.

Herunterladen kann man sich Chrome bei Google unter der Adresse www.google.com/chrome. Man erhält einen recht kleinen Installer, der dann das eigentliche Programm herunterlädt und – erster Kritikpunkt – vollautomatisch ohne die Auswahl des Installationspfades und ohne Rücksicht auf die Standards des Betriebssystems auf der Festplatte installiert. Wer flüssig los-surfen möchte kann dabei seine Lesezeichen aus Firefox oder Internet Explorer importieren.

« neuere Artikel |Artikelübersicht | ältere Artikel »

Das Blog ist geschlossen; eventuell ist dieser Artikel und/oder die enthaltene Informationen veraltet.