Blog-Archiv

Von 2006 - 2011 habe ich hier ein Blog über meine tägliche Arbeit geschrieben.
Das hier ist das Archiv.

Journalismus im Internet

13.06.2007

AltpapierstapelIn den vergangenen Jahren hat sich viel geändert, in der Presselandschaft. Das ist zwar ein Allgemeinplatz, aber trotzdem herrscht immer noch die strenge Regel, nicht über zurückgehende Verkaufs- und Abonentenzahlen zu sprechen, sondern regelmäßig die Erfolge der offline- und online-Publikationen zu feiern.

Steffen Range und Roland Schweins haben im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung eine Studie zum Thema »Wie das Web den Journalismus verändert« verfasst und kommen unter anderem zu dem Ergebnis:

Die wenigsten Klicks der verlegerischen Sites gehen auf redaktionelle Inhalte zurück. Die meisten Portale und wohl auch Zeitungen generieren nicht einmal ein Fünftel ihrer Zugriffe aus originären redaktionellen Texten.

Wenn man an eigene Lese-Erfahrungen bei den online-Ablegern der großen Zeitungen denkt, ist das schnell zu verstehen: Man klickt sich ja gerne noch fix 15 Seiten durch eine Bildergalerie, nachdem man den auf 5 Seiten gestreckten Artikel gelesen hat. Aber jeder dieser Klicks wird gezählt und wenig später auch gefeiert.

Wer jetzt den großen Moment des Grass-Root-Journalismus sieht, wird jedoch auch erst einmal enttäuscht:

Auch das Schreiben von Weblogs kann kaum als neues Format, sondern eher als Verzicht auf journalistische Stilformen angesehen werden.

Also: Quo vadis, online-Journalismus?

Die komplette Studie kann als PDF (2,2MB) hier heruntergeladen werden.

»Das Elend des Online-Journalismus: Klicks, Quoten, Reizwörter« via Robert Basic bei sommergut.de gefunden, Foto unter CC-Lizenz von chaosinjune bei flickr.

« neuere Artikel |Artikelübersicht | ältere Artikel »

Das Blog ist geschlossen; eventuell ist dieser Artikel und/oder die enthaltene Informationen veraltet.