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Von 2006 - 2011 habe ich hier ein Blog über meine tägliche Arbeit geschrieben.
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Für nichts und wieder nichts?

01.08.2008

Foto: unter Büchern eingebrochenes Regal in einer BibliothekAls ich damals in der Uni noch Pädagogik – mit Ausrichtung auf Medienpädagogik wie wir stets betonten – studierte, habe ich das berühmte »wissenschaftliche Arbeiten« schnell verachtet. Bei uns war es zu voll und Vorlesungen waren eine Katastrophe, Seminare hingegen waren Vorlesungen. Referate waren für die meisten Professoren eine schnell ergriffene Möglichkeit, ihre Seminarstunden füllen zu lassen und Hausarbeiten eine billige Chance, andere Leute Bücher lesen und bewerten zu lassen, die man selbst nicht geschafft hatte.

Ein wenig später durfte ich einem Praktikanten, der ein paar Wochen am Schreibtisch gegenüber verbracht hatte in seinen Stundenplan schauen. Wir haben den Kontakt dann über ein paar Jahre nicht verloren und jetzt habe ich Teile seiner Diplomarbeit gelesen. Eine Arbeit, deren Grundidee ich ganz hervorragend fand und die ich mit viel Spaß gelesen habe.

Leider ist er sich sicher, dass ich damit – neben seinem Professor – der andere von genau zwei Menschen bin, die das Gesamtwerk gelesen haben. Was mein Vertrauen in das System »Universität« natürlich nicht steigert, sondern eher mein Mißtrauen bestätigt.

Ich finde das mehr als schade. Wenn also mal jemand auf der Suche nach grundlegenden Gedanken über ein Social-Fernseh-Modell ist - ich geb da gerne die Adresse weiter.

(Das Bild ist unter CC-Lizenz von library_mistress. Merci dafür.)

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