Blog-Archiv

Von 2006 - 2011 habe ich hier ein Blog über meine tägliche Arbeit geschrieben.
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Ein Monat ohne eMail

12.11.2008

Eines der ersten Dinge, die jemand haben will, wenn er neu »im Internet« ist, ist eine eMail-Adresse.

Outlooks Buttons zum Senden und Abrufen von eMails

eMail finden alle nervig. Zu viel, zu schnell.

Ohne eMails geht es nicht. Die eMail-Adresse auf der Visitenkarte ist deutlich wichtiger als die Fax-Nummer und oft auch als die Telefonnummer.

eMail ist tot. Der Aufwand, aus dem täglichen Wust an Datenmüll noch wichtiges herauszufiltern ist zu groß geworden.

Seit sich UMTS, IPhone und Co durchsetzen ist es endlich möglich, eMails auch unterwegs vernünftig zu empfangen.

eMails stören bei der Arbeit - das »Ping« alle 5 Minuten, wenn neue Mails kommen lenkt regelmäßig von der Arbeit ab und macht eine konzentrierte Beschäftigung über einen längeren Zeitraum unmöglich.

Das alles sind Aussagen, die man gelegentlich hören kann. Und? Was nun?

Ich denke, es gilt, seinen eigenen Umgang zu finden. Meiner ist zum Beispiel, das Interval in dem Outlook meine eMails abruft auf 30 Minuten hoch zu setzen. Wenn ich zweimal in der Stunde gestört werde ist das nicht so schlimm – und manchmal hilft das sogar, wenn ich in einer gedanklichen Sackgasse stecke.
Bisher haben das eigentlich alle verstanden - nur selten kommt ein Anruf »Aber ich habe Ihnen das doch gerade geschickt?« Und dann kann ich ja immer noch schnell auf »eMails abrufen« klicken. Und in der Zeit, in der die eMail herunterlädt noch schnell zwei nette Sätze sprechen. Das ist ja auch nicht das schlechteste.

Valentin Groebner von der Universität Luzern hat ein anderes Experiment gewagt: Er hat sich einen Monat von aller eMail-Kommunikation abgeschnitten:

Was passiert, wenn man per Mail nicht mehr erreichbar ist? Also meldete ich mich von allen mailing-Listen ab und installierte eine automatische Antwort: „Vielen Dank für Ihre Nachricht. Ich führe zur Zeit eine Untersuchung zur Kommunikation per E-Mail durch. Mein account wird nicht gelesen. Wenn Sie wollen, dass mich Ihre Mitteilung erreicht, drucken Sie sie bitte aus und senden Sie sie an folgende Adresse. Für Dringendes bin ich unter dieser und jener Telefonnummer erreichbar. Vielen Dank." 

Seinen Erfahrungsbericht gibt es bei der FAZ: Per Mail nicht erreichbar - ein Selbstversuch

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