Blog-Archiv

Von 2006 - 2011 habe ich ein Blog über meine tägliche Arbeit geschrieben.
Das hier ist das Archiv.

Schreiben Sie doch mal ein Angebot

Die Anfrage kam per eMail: »Ich brauche eine Website, ca 6-8 Seiten, das Design macht XY. Was kostet das? Ach ja: Suchmaschinenoptimierung brauche ich auch, was kostet die?«

Die Vorstellung, dass der Aufwand für Websites sich in der Anzahl der vorhandenen Unterseiten messen lässt ist zwar weit verbreitet, aber ich kalkuliere lieber anders.
Ich weiß zum Beispiel lieber vorher wenigstens in Ansätzen, wie das Layout aussehen soll und wie aufwändig es sein wird. Soll jede Seite anders sein oder reicht eine Vorlage, in die ich dann die Inhalte kopiere? Gibt es interaktive Elemente wie Kommentarfunktion oder ähnliches? Braucht die Seite ein CMS, damit der Kunde hinterher leicht Inhalte selbst ändern kann? Bekomme ich eine benutzbare Vorlage vom Grafiker oder muß ich anhand von Corporate-Design-Vorgaben selbst etwas entwickeln?

Viele Fragen also schon im Vorfeld.

Und dann der Punkt Suchmaschinenoptimierung. Gute Suchmaschinenoptimierung steht am Anfang der Arbeit an einer Website und wird nicht hinterher irgendwie draufgesetzt. Texter, Webdesigner und Kunde müssen dazu eng zusammen an einem Konzept arbeiten, das den Text und die Struktur der Website beinhaltet.

Da die Anfrage von einem entfernten Bekannten aus einem der Netzwerke kam, in denen ich Kontakte, Wissen und Austausch suche habe ich all dies in eine eMail geschrieben. Wir hatten auch schon einmal kurz zusammen gearbeitet und die Rückmeldungen waren positiv und mit Aussicht auf weitere Jobs. So freute ich mich einfach, dass so ein Nachfolgejob jetzt kam.

Ich habe auch schon Tipps und Hinweise gegeben, worauf man in diesem speziellen Fall achten sollte, habe auch schon an der ein oder anderen Stelle Möglichkeiten angedeutet

Alles in allem wurde die eMail so natürlich etwas länger – schließlich habe ich auch fast eine dreiviertel Stunde daran geschrieben.

Aber auch das ist sicherlich für die meisten Freiberufler nichts ungewöhnliches – um einen Auftrag zu bekommen muß man sich öfter erst einmal ein Stück aus dem Fenster lehnen. Gerade in einem Job, der immer noch so viel Erklärung erfordert muß ein Teil dieser Erklärung schon vor dem möglichen Auftrag stattfinden.
Und meiner Erfahrung nach wird das auch meist honoriert.

Diesmal nicht. Diesmal kam nur ein knappes »Wir kommen da nicht zusammen, der Texter hat auch jemanden, der mir da ein gutes Angebot gemacht hat« als Antwort.

Oder anders: Meine kostenlose Beratung war gerne genommen, die Ausführung darf dann jemand anders machen. Vielleicht ja der Sohn des Nachbarn des Texters - er hat ja jetzt einen Leitfaden, an dem er sich entlang hangeln kann.

Ich freue mich doch sehr auf unser nächstes Zusammentreffen. Vielleicht bringe ich eine Rechnung über eine Stunde Beratung mit.

Bleibt die Frage:
Lerne ich daraus etwas? Lerne ich, demnächst nicht zu freigiebig mit meinem Wissen zu sein? Lerne ich, demnächst nur noch zu vermitteln, dass »ich mich schon kümmere«, ohne genauer zu wissen, auf was ich mich einlasse?

Nein. Ich glaube weiter daran, dass eine transparente Arbeitsweise die bessere ist. Vielleicht nicht für Kunden, die meinen, Dienstleister gegeneinander ausspielen zu müssen und die Abzocker-Mentalität der »Geiz ist geil« - Gesellschaft übernommen haben.

Aber für die anderen.

Typo-Poster

 

Typo-Poster

 

Leider gibt es im Web nicht allzuviele typographische Möglichkeiten. Schriften, die man einsetzen kann gibt es nur wenige und die endgültige Darstellung liegt eh in der Hand des Besuchers. Trotzdem – oder gerade deswegen – gibt es natürlich keinen Grund, zu resignieren und sich auf die allgegenwärtige Arial mit einzeiligen Zeilenabstand zurückzuziehen.

Wer also gute Typographie anbieten möchte sollte die Grundlagen kennen – und die findet man sehr schön zusammengefasst auf einem kostenlosen Plakat von cleverprinting.de.

www.cleverprinting.de/typo.html

Zwei Termine

  • Am 28.4. werde im Rahmen der »Grünen Lounge« in Bonn über die Möglichkeiten des Wahlkampfes im Internet sprechen.
  • Am 2. & 3. Mai werde ich beim Politcamp 09 in Berlin sein. Wenn Sie mich dort treffen wollen freue ich mich über eine Nachricht.

Happy Birthday World Wide Web!

Gestern Abend bereits war es RTL2 einen Bericht in ihrer 20-Uhr-Nachrichtensendung wert: Das World Wide Web wird heute 20.

Screenshot: Eingabe der Buchstaben WWW im Browser

Oder sagen wir es so: Heute ist ein Tag, an dem man durchaus so einen Geburtstag feiern könnte, denn heute vor 20 Jahren hatte Tim Berners-Lee am Kernforschungszentrum CERN in der Schweiz einen Vorschlag abgegeben. Dieser Text – »Information Management: A Proposal« – gilt als Grundsteinlegung für das World Wide Web. Mehr dazu übrigens bei heise.

RTL2 brachte da gestern auch prompt einiges durcheinander, zeigte ständig die erste Website von 1992 und sprach auch ständig vom »Internet« und nicht vom »World Wide Web«. Die Abschlußfrage des Berichts aber brachte es auf den Punkt: » Können Sie sich Ihr heutiges Leben ohne das Internet vorstellen?«

Nein. Kann ich nicht.

Lesetipp: Digital Natives: Weshalb man auf sie hören sollte…

Gerade gefunden: »Digital Natives: Weshalb man auf sie hören sollte...«

"Digital Natives" sind diejenigen Jugendlichen, die von kleinauf den Umgang mit dem Computer und den Neuen Medien gewohnt sind. Für sie ist die ständige Vernetzung und der permanente Austausch mit ihren Mitmenschen über Messenger, Social Network und Handy normal - und sie brauchen ihn.
[...]
Bald werden die heutigen "Digital Natives" ins Berufsleben einsteigen - oder sie sind es zum Teil schon. Dort werden sie oft auf strenge Hierarchien und für sie veraltete Arbeitsmethoden treffen. Doch ihre Arbeitgeber sollten sie anhören. Viele Digital Natives sind das viel gepriesene "Enterprise 2.0″ von kleinauf gewohnt.

Holtzbrink eLAB: Digital Natives: Weshalb man auf sie hören sollte…

Via cre8tivs Getwitter.

Lesetipp: Twitter für Anfänger

Gerade gefunden: Ein Lesetipp zum Thema Twitter:

Ein kleines Kompendium für Twiterneulinge. Der Text basiert auf eigenen Erfahrungen mit Twitter in den letzten 20 Monaten. [...] Sie wollen es also auch mal mit diesem Twitter probieren, worüber jetzt so viele reden und das als Thema in immer mehr Medien eine Rolle spielt? Gerne, kein Problem. [...] Aber wie macht man das bei Twitter eigentlich richtig? Wie fängt man an?

Dirk Baranek: Twitter für Anfänger - so kann es losgehen

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