Blog-Archiv

Von 2006 - 2011 habe ich ein Blog über meine tägliche Arbeit geschrieben.
Das hier ist das Archiv.

Kurze Pause

Richtig, ich habe schon ein paar Tage mehr als sonst nichts mehr geschrieben.

Nein, danke, mir geht es gut.

Ich habe nur im Moment gut damit zu tun, alles was im sogenannten "echten Leben" (alleine diese Unterscheidung verdient dann wohl mal den nächsten Blogeintrag) aufläuft zu organisieren.

In diesem Sinne: Heute ist nicht aller Tage - ich schreib wieder - keine Frage.

Online-PR. Wie eine gute Party.

Lesetipp: Pflichtveranstaltung

Lesetipp:

Ich nenne es "Pflichtveranstaltung" und träume von einer Runde verpflichtender Aufklärung, bevor es überhaupt an den ersten inhaltlichen Gedanken zu einem neuen Projekt geht.
Was erwartet den neuen Website Betreiber eigentlich? Diese Frage, so denke ich mir, muss lückenlos geklärt sein, bevor irgendein erster Schritt getan und ein Gedanke an einen Internetauftritt verschwendet wird. Es reicht definitiv nicht aus, sich auf das Urteil des Internetneulings zu verlassen, man schaffe das dann schon alles.  

medamind:  Pflichtveranstaltung (via)

Das Web ist kein rechtsfreier Raum

Im Moment diskutiert man gerne darüber, dass "das Internet kein rechtsfreier Raum sein darf". Wer sich allerdings im Web auskennt - z.B. weil er täglich daran arbeitet - der fragt sich, wie überhaupt ein solcher Gedanke aufkommen mag.

In meiner täglichen Arbeit tauchen ständig Fragen auf, die meine Kunden eigentlich an einen Juristen richten müssten. Vieles davon kann ich dann zwar nicht fachlich verbindlich, aber dennoch meist richtig beantworten. Das muss und kann ich, weil ich täglich mit diesen juristischen Fragestellungen konfrontiert werde.
Ich weiss, was in einem rechtssicheren Impressum stehen muss, ich kenne mich selbstverständlich mit Urheber- und Verwertungsrechten und auch ein wenig mit Markenrecht aus. Das alles bleibt in einem so eng reglementierten Raum wie dem Web nicht aus - und so wundere ich mich dann auch immer wieder, wie die Mär vom rechtsfreien Raum überhaupt entstehen kann.

Schaut man sich die entsprechenden Artikel oder Berichte dann einmal näher an, merkt man, dass es die Schreiber hauptächlich auf die dunklen Ecken des Webs anspielen. Dass sie Schlagworte in den Raum werfen, die bedrohlich wirken aber schlecht greifbar sind. Panikmache at it's best also. Auch wenn man sich nicht wirklich auskennt und bei genauerem Hinsehen nur Unzusammenhängendes und Halbwahrheiten stammelt.

Und ja, natürlich gibt es im Web Betrüger und Verbrecher, Beleidigungen und Verleumdungen und auch sonst wahrscheinlich jeden vorstellbaren Rechtsbruch.

Wie im "echten Leben" auch.

Aus dem Vorkommen von Rechtsbrüchen dann abzuleiten, dass das gesamte Internet kriminell ist halte ich für einen ebenso dummen wie gefährlichen Trugschluss. Niemand käme auf die Idee, z.B. zu behaupten, dass der deutsche Straßenverkehr ein rechtsfreier Raum ist - und mal Hand aufs Herz: Wenn Sie an ihre letzte Autofahrt denken - haben Sie sich da an alle Regeln gehalten? Immer nur glatt 30, 50, 120 gefahren? Nicht noch fix bei gelb drübergehuscht? Und auch erst rechts ran gefahren, den Motor ausgemacht und erst dann ans Handy gegangen? Schulterblick? Halber Tacho Abstand?
Und? Wer würde den Straßenverkehr deswegen absperren wollen? Niemand. Zu Recht. Kontrolen verstärken - bitte gerne.

Und so ist auch das Web auch kein rechtsfreier Raum. Denn genau wie im Straßenverkehr gibt es Regeln und Gesetze. Es gibt Behörden, die sich um die Einhaltung kümmern und jeder, der sich ins Web einwählt bekommt ein Kennzeichen - seine IP-Adresse - zugeteilt, die ihn identifiziert.

Wobei - zwei kleine aber feine Unterschiede gibt es allerdings wirklich:
Wenn ich ohne zu blinken links abbiege und es niemand sieht, dann ist es ab dem Moment danach so, als hätte es nie stattgefunden.
Wenn ich in einem Forum jemanden beleidige, dann ist das für immer und mein Kennzzeichen dazu für einige Monate gespeichert. Die Strafverfolgung ist also deutlich einfacher.

Der andere Unterschied: Mit dem Straßenverkehr kennt sich jeder aus. Wir sind schließlich ein Volk von Profiautofahrern.

Vielleicht sollte man da ansetzen. Aufklären, statt zu verbieten. Deutschland kann es sich nicht leisten, seinen mittelschlechten Platz bei der Internetnutzung aus Angst vor dem Unbekannten gegen eine ganz schlechten einzutauschen.

Don't fear twitter

So geht das mit diesem Social Media-Dings

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