Blog-Archiv

Von 2006 - 2011 habe ich ein Blog über meine tägliche Arbeit geschrieben.
Das hier ist das Archiv.

Es werde Schrift

Cover der Broschüre »Es werde Schrift«Ein Tipp für die Gestalter und Schriftliebhaber unter den Lesern:
Im Fontshop gibt es gerade kostenlos die Broschüre »Es werde Schrift« zu bestellen.
Im Fontblog gibt es Infos zum Inhalt:

… ist es wichtig, mehr über die Entstehung und den Wert der Schrift zu erzählen. […] Angesehene Schriftgestalter und Font-Techniker gewähren uns einen Blick hinter die Kulissen der Schriftherstellung … mit dem Ziel, den Wert der Schrift verständlich zu machen.

Meine Bestellung ist gerade rausgegangen - merci an den Fontshop und an Manuela, bei der ich den Hinweis gerade gefunden habe.

Redner werden ist nicht schwer

Auf einmal war es da. Wahrscheinlich hat es daran gelegen, dass ich eh überall erklären muss, was ein Weblog ist und warum ich - beziehungsweise überhaupt jemand - dort regelmäßig hineinschreibt. Und was überhaupt gerade im Internet los ist. Die Idee, dass es sich dabei um ein Tagebuch handelt, das jemand aus purem Exhibitionismus der Welt verfügbar macht ist wohl noch zu weit verbreitet.

Und zusammen mit der vagen Idee, dass man aus diesen kleinen, ungeplanten und ungeordneten Monologen, die aus einer solchen Erklärung immer wieder wurden auch einen etwas größeren, strukturierten Vortrag machen könnte kam auch direkt die erste Anfrage.

Das Lÿz Siegen suchte jemanden für einen Vortrag zum Thema Web 2.0.
Bisher hatte ich nur Vorträge in kleinerem, quasi semi-privatem Umfeld bei einer kleinen Veranstaltungsreihe meiner damaligen Bürogemeinschaft gehalten -ich wusste also, dass ich vor Menschen sprechen und ihnen auch etwas mitgeben kann. Aber ein komplett öffentlicher Vortrag war neu.
Also habe ich einmal geordnet, habe viele kleine Fragmente, von denen ich wusste, dass sie die Menschen interessieren und 6 Jahre Blogger- und 8 Jahre Community- und Berufserfahrung in eine Struktur gebracht und auf eineinhalb Stunden Vortrag zusammengekürzt.

Ehrlich gesagt war Siegen natürlich ein Schonraum für so einen ersten öffentlichen Versuch. Wenn es alles ganz schlimm gelaufen wäre, dann wäre die Nachricht vom Versagen vermutlich nicht bis hier nach Menden gekommen - aber solche Sorgen waren unbegründet:
Die Zuhörer erschienen reichlich, blieben - wie Zwischenfragen zeigten - am Thema, fragten nach und diskutierten nachher noch angeregt weiter.
Die Website, auf der der ich weiterführendes Material zusammengestellt und die Präsentation zum Download angeboten habe wurde rein rechnerisch von allen Zuhörern mindestens einmal besucht und über drei Viertel der Anwesenden interessierte auch der Download.
Das Lÿz hat mich wieder eingeladen.

Und die Einladung für den nächsten Vortrag an anderer Stelle ist auch da.
So kann es gerne weiter gehen.

Mailingliste, RSS, Web 2.0, … - brauche ich das eigentlich alles?

RSS-IconNachdem sich nach dem Platzen der großen Blase im Jahr 2000 erst einmal alle ein wenig beruhigt hatten, scheint es jetzt wieder so weit zu sein: Im Internet ist wieder etwas los.
Man braucht einen RSS-Feed, die Fotos bei flickr, lustige Filme bei YouTube, man hat selbstverständlich Kontakte bei XING und möglichst viele Freunde bei mySpace. eMail ist bei manchen Benutzern schon out, es wird per Messenger, Skype und Twitter kommuniziert.
Und wer nicht bloggt ist tot.

Stellt sich doch schnell die Frage: Braucht man das alles?

Es gibt - so viel steht fest - eine Menge neuer Entwicklungen im World Wide Web.
Und es bildet sich - so wie immer - eine Szene rund um diejenigen, die “dabei” sind. Rund um die Programmierer, rund um die Early Adaptor und die Multiplikatoren, die eine neue Technik braucht, um sich durchsetzen zu können.
Und wenn man sich innerhalb dieser Szene umguckt - also wenn man im Moment die entsprechenden Websites oder sogar Blogs liest - dann hat man natürlich schnell den Eindruck, man würde etwas verpassen.

Wenn man hingegen den Abgleich mit der großen Masse der Internetbenutzer vornimmt, dann wird man sehen, dass sich die meisten “neuen Techniken” dorthin noch gar nicht herumgesprochen haben.

Kann man sich also zurücklehnen und ausruhen? Oder soll man hektisch versuchen, noch schnell auf alle anrollenden Züge aufzuspringen?

Meiner Meinung nach ist beides falsch. Jedem Hype blind hinterher zu rennen, ist garantiert falsch. Zu wissen, was es an Möglichkeiten und damit auch an Chancen gibt, hingegen garantiert nicht.
Und wer sich in aller Ruhe erst einmal einen Überblick verschaffen kann, der kann dann auch als nächstes entscheiden, was für ihn brauchbar oder gut ist.

Was haben Sie gemacht? - Nichts! - Und davor?

Ein Windows-Bluescreen Die Tatsache, dass ich viel am Computer - und das auch noch abseits der gängigen Office-Programme - arbeite, prädestiniert offensichtlich dazu, den Mitmenschen auch bei Pannen am Computer behilflich zu sein. Oft kann ich das dann ja auch.

Trotzdem - oder gerade deswegen - fand ich diesen Fragebogen für Computernotfälle bei Biggi einfach perfekt:

Ist der Computer an die Stromversorgung angeschlossen?
Ist der Computer angestellt?
Haben Sie versucht das Problem selbst zu beheben?
Wirklich nicht ?
Wurde es dadurch schlimmer?
Hat ein Kollege, der “alles über Computer” weiß, versucht, das Problem zu lösen?
Wurde es dadurch noch schlimmer?
Haben Sie das Handbuch gelesen?
Sein Sie ehrlich. Haben Sie das Handbuch wirklich gelesen?
Sind Sie absolut sicher, daß Sie das Handbuch gelesen haben?
Falls Sie das Handbuch gelesen haben: haben Sie es verstanden?

» Fehlerprotokoll

Ihre Domain wurde aus dem Google-Index entfernt

Haben Sie diese Mail auch bekommen?

Erstens: Wie immer bei unbekannten eMails nicht den Anhang öffnen.

Zweitens: Diesen Artikel lesen.

Suchmaschinenoptimierung

Natürlich möchte jeder gerne auf den vorderen Plätzen oder sogar ganz oben bei Google gefunden werden.
Das ist ein nachvollziehbares Anliegen - aber es geht eben nicht immer. Schon aus logischen Gründen: Wenn es das Patentrezept gäbe, würden das ja auch wieder viele anwenden.

Trotzdem findet man immer mehr Suchmaschinenoptmierer, die versprechen, eine Website an die Spitze der Suchergebnisse zu bringen. Da es klare Regeln der Suchmaschinenbetreiber gibt müssen solche Angebote durchaus kritisch betrachtet werden - es ist zum Beispiel noch gar nicht lange her, dass BMW komplett aus dem Google-Index entfernt wurde. Das heißt, es war keine Seite von BMW mehr über Google zu finden. (Eine Dokumentation dieses Falles findet sich zum Beispiel bei hirnrinde.de)

Die Marketing Börse hat jetzt die Die 7 Todsünden der Suchmaschinenoptimierung aufgestellt.
Mit diesem Hintergrundwissen ist es sicherlich leichter, wirksame von unseriösen Angeboten zu unterscheiden.

Aber die Liste macht auch wieder eins deutlich: Am besten, man hat von Anfang an eine gut strukturierte Site mit viel verwertbarem Inhalt. Denn darauf stehen die Suchmaschinen immer noch am meisten.

12345678910111213141516171819202122232425262728293031323334353637