Blog-Archiv

Von 2006 - 2011 habe ich ein Blog über meine tägliche Arbeit geschrieben.
Das hier ist das Archiv.

XING-Kontakte

Screenshot XINGWer mich kennt, der dürfte auch wissen, dass ich bei XING, dem deutschen Business-Netzwerk zu finden bin. (Für alle anderen: Hier ist mein XING-Profil)

Aber wer findet sich dort in der Liste meiner Kontakte? Manuel Bieh hat mich mit seinem Artikel Meine Xing-Policy zum Umgang mit Kontakten dazu angeregt, über meine "XING-Policy" nachzudenken. Ob ich so etwas habe. Und wie sie lautet.

Und ich habe festgestellt: Ich benutze das Adressbuch dort wohl recht ähnlich. Unbewusst sortiere ich dort auch Kontakte ein, die ich »kenne«.
Dazu gehören Kunden, Partner, mit denen ich zusammenarbeite oder wenigstens schon einmal zusammengearbeitet habe oder Menschen aus dem Web, die mich dort über einen längeren Zeitraum begleitet haben. Das bedeutet: Ich kenne nicht jeden Menschen dort persönlich von Angesicht zu Angesicht, aber ich kann zumindest über jeden etwas sagen.

Während ich Manuels Artikel las fiel mir auf, dass anscheinend genau das meine XING-Policy ist: Ich möchte die Menschen kennen.
Ich habe zum Beispiel festgestellt, dass ich Anfragen bekomme, wenn ich mein Bild ändere oder mich in einer neuen Mailingliste anmelde. Anfragen also von Menschen, die wohl einfach nur sammeln. Die lehne ich dann ab, weil ich über die Menschen hinter den Profilen nichts sagen kann.

Und genau das möchte ich. Ich möchte – wenn mich jemand darauf anspricht – zu den Menschen dort etwas sagen können. Ich sehe das XING-Adressbuch auch als eine Art Empfehlung; mit der Liste dieser Kontakte verbindet sich auch die Aussage: »Hier sind Menschen, mit denen ich arbeite oder sonst genug zu tun habe, sie hier zu empfehlen.«

Sorry, liebe Kontakt-Sammler, da ist nicht Platz für jeden.

Internet macht einsam

Es ist eine gängige Meinung, dass Computer sozial einsam machen. Denn schließlich sitze man da im Endefekt immer alleine vor und die Kontakte, die man da habe, seien keine echten.

Ob das jetzt stimmt oder nicht sein einmal dahingestellt, ich erlebe in der letzten Zeit häufiger eine ganz andere Form der Einsamkeit, die sich durch meine intensive Beschäftigung mit dem Computer und vor allem mit dem Internet ergibt: Den Menschen fehlt das Gesprächsthema.

Nehmen wir an, es treffen – zum Beispiel auf einer Party – Menschen aufeinander, die sich erst einmal nicht kennen, die aber alle voll des guten Willens sind, sich gegenseitig kennen zu lernen und ein paar gute Stunden zu haben. Neben den Tabuthemen Religion und Politik kommt man da normalerweise recht schnell auf »Und was machen Sie so?«

Und ich beobachte in letzter Zeit, wie sich eine Art Standardschema herausbildet, mit dem die Menschen dann auf mich reagieren;

  • Ach, also das heißt, Sie machen Homepages?
  • Ah, und so den ganzen Tag am Computer, das könnte ich ja nicht. Ich brauche ja das Internet eigentlich gar nicht. Also, natürlich recherchiere ich gelegentlich dort etwas und schaue auch über meine eMails, aber nein, ich habe doch lieber Menschen um mich herum.
  • Ja, und mein Computer, der macht ja eh, was er will, letztens hat er zum Beispiel …
    (hier folgt eine längere Geschichte über eine Fehlfunktion des Computers)

Dieses Muster, dass Computer insgesamt eher lästig sind, man sich natürlich notgedrungen damit auseinandersetzt und der Computer die Schuld hat, wenn etwas nicht geht wie gewünscht kommt fast immer wieder.

Und ich finde es zum einen interessant und zum anderen aber vor allem sehr bedenklich, dass viele Menschen meiner Generation auf das Thema Computer mit so einer Mischung aus Abwehr und Rechtfertigung für diese Abwehr reagieren.

Und besonders bedenklich finde ich das, wenn ich den Abend mit einer Gruppe von Lehrern verbracht habe – mit jenen Menschen also, die die kommende Generation auf das Leben vorbereiten sollen. Aber das wird glaube ich ein eigener Eintrag.

Für nichts und wieder nichts?

Foto: unter Büchern eingebrochenes Regal in einer BibliothekAls ich damals in der Uni noch Pädagogik – mit Ausrichtung auf Medienpädagogik wie wir stets betonten – studierte, habe ich das berühmte »wissenschaftliche Arbeiten« schnell verachtet. Bei uns war es zu voll und Vorlesungen waren eine Katastrophe, Seminare hingegen waren Vorlesungen. Referate waren für die meisten Professoren eine schnell ergriffene Möglichkeit, ihre Seminarstunden füllen zu lassen und Hausarbeiten eine billige Chance, andere Leute Bücher lesen und bewerten zu lassen, die man selbst nicht geschafft hatte.

Ein wenig später durfte ich einem Praktikanten, der ein paar Wochen am Schreibtisch gegenüber verbracht hatte in seinen Stundenplan schauen. Wir haben den Kontakt dann über ein paar Jahre nicht verloren und jetzt habe ich Teile seiner Diplomarbeit gelesen. Eine Arbeit, deren Grundidee ich ganz hervorragend fand und die ich mit viel Spaß gelesen habe.

Leider ist er sich sicher, dass ich damit – neben seinem Professor – der andere von genau zwei Menschen bin, die das Gesamtwerk gelesen haben. Was mein Vertrauen in das System »Universität« natürlich nicht steigert, sondern eher mein Mißtrauen bestätigt.

Ich finde das mehr als schade. Wenn also mal jemand auf der Suche nach grundlegenden Gedanken über ein Social-Fernseh-Modell ist - ich geb da gerne die Adresse weiter.

(Das Bild ist unter CC-Lizenz von library_mistress. Merci dafür.)

Muss mich mal bedanken

Meist liest man im Internet im allgemeinen und in Blogs im Besonderen ja hauptsächlich, wenn etwas nicht funktioniert – deswegen möchte ich mich mal ausdrücklich bedanken, weil heute etwas ganz toll funktioniert hat.

Screenshot des FTP-Uploaders Vor ein paar Wochen musste ich mir einen neuen Arbeitsplatzrechner zulegen. Diese an sich uninteressante Tatsache hatte zur Folge, dass ich alle Programme neu installieren musste und mir dabei – die meisten werden es kennen – eine Menge Einstellungen in meinen Programmen verloren gingen. Da der alte Rechner noch eingeschränkt lief konnte ich die meisten retten, aber mein FTP-Programm wollte einfach nicht so, wie es vorher einmal war.

Jetzt ist für mich das FTP-Programm eines der wichtigsten, auch wenn es nur eine einzige Aufgabe hat: Nämlich die Dateien von meinem Arbeitsplatz ins Internet hoch zu laden. Ich hatte mich irgendwann einmal für den FTP-Uploader entschieden und war immer recht zufrieden gewesen – nun wollte ich die Gelegenheit nutzen, mich einmal nach Alternativen umzuschauen.

Kurz: Es gab keine. Jedenfalls keine, die meinen Arbeitsaufwand einerseits und die Gefahr, Fehler bei der Bedienung zu machen nicht mindestens verdoppelt hätten. Ich musste also auf die schmerzhafte Tour lernen, dass ich mich offensichtlich vor Jahren gut entschieden hatte.

Nachdem ich dann gestern fast die komplette Website eines Kunden gelöscht hätte habe ich mich heute Morgen aufgerafft, nach Hilfe zu suchen. Im Forum zum Programm hatte ich schon geschaut, dort gab es keine Hilfe. Also blieb mir nichts anderes über, als mein Problem möglichst genau aufzuschreiben und denHersteller direkt anzuschreiben. Ich muß gestehen, ich habe nicht wirklich mit Hilfe gerechnet – zu oft bin ich da mit fertigen Textbausteinen, die nichts mit meinem Problem zu tun hatten abgespeist worden. Wenn ich überhaupt Antwort bekam.

Heute Morgen aber erhielt ich nach 2 Stunden eine ausführliche Antwort, die mir – nach ca. 15 Minuten weiterer Arbeit – meinen FTP-Uploader wieder mit allen Einstellungen und Projekten zurück brachte. Danke dafür!

Wozu war Twitter noch mal gut?

Notiz an mich selbst, falls mal wieder jemand den Nutzen sozialer Software im allgemeinen, Vernetzung im allgemeinen und den Nutzen von Twitter imbesonderen diskutieren möchte:

In den letzten 72 Stunden lösten sich via Twitter für mich folgende Probleme:

  1. Was mache ich am Samstag Abend?
    Ich besuche das unplugged Abschlusskonzert einer Band, die ich mal gerne mochte. Mit Platz auf der Gästeliste im Dortmunder Konzerthaus.
  2. Wo übernachte ich günstig, wenn ich im Juli in Hamburg auf dem Konzert bin?
    Jetzt habe ich eine Einladung mit Gästebett, Frühstück und Stadtführung
  3. Was tue ich, wenn meine Anti-Spam-Software nicht mehr exakt das tut, was sie soll?
    Ich schaue mir die drei Tipps an, die innerhalb der ersten 5 Minuten nach der Fragestellung ankamen.

Strategien für den Linkaufbau

Suchmaschinenoptimierung ist eines der Schlagworte, die immer im Raum herumschwirren, wenn man im ersten Gespräch mit einem Kunden sitzt. Leider oft erst in der Priorität ganz weit hinten - jedenfalls wenn es um den einkalkulierten Aufwand geht. Dafür in der Priorität ganz vorne, wenn am Ende des Gesprächs beiläufig “Und bei Google will ich natürlich auch ganz vorne stehen, können Sie sich darüm kümmern?” gefragt wird.
Suchmaschinenoptimierung ist ein aufwändiges Geschäft, denn die technischen Voraussetzungen, die ich beim Anlegen der Html-Strukturen schaffen kann sind nur die Grundlage für textliche, redaktionelle Arbeit - und auch für die Arbeit, sich darüm zu kümmern, wie man Links bekommt, die auf die eigene Seite verweisen.

Sasa Ebach schreibt auf akademie.de Tipps, wo man Links bekommt.
Wenn sich eines aus seinen Vorschlägen herauslesen lässt, dann: Probier aus, hab Ideen, sei kreativ.
Und auch, dass es nicht mit dem Hinweis an den Webdesigner getan ist, dass der sich kümmern soll.

Strategien für den Linkaufbau: So bekommen Sie Links auf Ihre Website

(Einer der Tipps könnte übrigens lauten: Bitte Deine Mailingliste um ein paar Links. Denn das hat ja hier auch geklappt)

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