Blog-Archiv

Von 2006 - 2011 habe ich ein Blog über meine tägliche Arbeit geschrieben.
Das hier ist das Archiv.

Lesetipp: Mit Weblogs per Du

Screenshot blog-anleitung.deWeblog, Blogs, Blogger, Blogosphäre, Corporate Blogs – für die einen alles ein alter Hut, für die anderen immer noch der heißeste Hype seit langem und für wieder andere ein großes Mysterium.

Der von mir sehr geschätzte Kollege Ralph Segert, seit Jahren an diversen Stellen aktiv im Internet unterwegs und Autor der wunderbaren Firefox-Anleitung Mit Firefox per Du hat sich dem Phänomen genähert und mit Mit Weblogs per Du »eine Blog-Anleitung für Einsteiger« geschrieben.

Wie immer angenehm unaufgeregt und dabei sachlich und verständlich nähert er sich den Weblogs in mehreren Schritten von der Frage Woran erkenne ich Weblogs? bis zum Ausblick Wie wichtig sind Weblogs?

Einfache Zusammenhänge werden schriftlich erklärt, zu anderen Themen gibt es Videos, die dem Besucher einen schnelle und einfachen Überblick ermöglichen.

Ein kleines Blog-Glossar und eine Reihe mit Interviews mit 12 Bloggern runden das Ganze ab.

Wie immer: Besten Dank, Ralph!

Ausbildung & Praktikum

Einmal im Jahr kommen bei mir ein paar Briefe an, in denen sich Schüler um einen Ausbildungsplatz bewerben.

Leider gibt es verschiedene Gründe, aus denen ich dann Absagen verschicken muß:

  1. Eine Ausbildung zum Webdesigner gibt es nicht – es müsste also wenn überhaupt um einen Ausbildungsplatz als Mediengestalter gehen.
  2. Da ich kein gelernter Mediengestalter bin und – als Quereinsteiger – auch sonst keine abgeschlossene Berufsausbildung in meinem Bereich habe kann ich auch niemanden zum Mediengestalter ausbilden.

Auch Praktikumsplätze kann ich leider nicht anbieten – das liegt ganz einfach an meinem Arbeitsplatz. Gemerkt habe ich das gestern noch einmal, als ich ausnahmsweise einen Tag die Tochter einer Bekannten zu Besuch hatte. Sie wollte einmal wissen, was ich denn den ganzen Tag über so mache.

Das war sehr gut und auch für mich sehr lehrreich, denn es ist ja immer sehr gut, wenn man gelegentlich mal wieder gefragt wird, warum man dieses so oder jenes so anders macht. Aber selbst auf die Dauer von zum Beispiel zwei Wochen bietet mein Büro einfach nicht genug Platz für zwei Menschen und so werde ich in Zukunft wohl wieder ohne einen fragenden Menschen neben mir verbringen.

Die Mehrheit schweigt. Na und?

»Die Mehrheit schweigt« stellt Jan Bojaryn in einem Artikel im Dr. Web - Blog fest.

»Na und?«  frage ich.

Natürlich stimmt es, dass sich im Blog, im Forum oder auch nicht-öffentlich über ein Kontaktformular meist nur die Menschen zu Worte melden, die etwas zu kritisieren haben. Nur selten findet man unter einem Blog-Artikel zustimmende Äußerungen, meist nur dann, wenn sich ein Autor über Jahre eine gewisse Fangemeinde erarbeitet hat und die Kommentatoren sich - bewusst oder unbewusst - ein Stückchen dieses Ruhms mitnehmen möchten. Und auch diese Kommentare sind dann natürlich alles andere als repräsentativ.

 

Foto einer Gross-Demonstration

 

Ist es also komplett sinnlos, auf auch nur einigermaßen repräsentatives Feedback zu hoffen? Vermutlich ja.

Macht es also gar keinen Sinn, über die eigene Website Feedback-Möglichkeiten anzubieten? Doch, auf jeden Fall.

Denn zum einen gibt es nirgends so einfache Möglichkeiten zum Feedback wie auf einer Website, die sich offen für eben diese Rückmeldungen gibt. Die Hemmschwelle, einen Kommentar zu hinterlassen oder eine eMail zu schreiben mag immer noch einigermaßen hoch sein – im Gegensatz zu der Hemmschwelle, bei einer Firma anzurufen oder einen Brief zu schreiben ist sie lächerlich klein.

Und: Jede Form von öffentlichem Feedback gibt uns wieder die Möglichkeit, zu reagieren. Jedes Feedback gibt uns die Möglichkeit öffentlich zu kommunizieren und dabei nicht nur auf die Sache an sich einzugehen, sondern ganz nebenbei Kundennähe, Transparenz und Offenheit auszudrücken, ohne auch nur einen dieser leicht abgenutzten Begriffe in den Mund zu nehmen.

Beispiel gefällig?

In den letzten 10 Jahren habe ich zweimal erlebt, dass ein Server auf dem sich auch meine Projekte befanden gehackt wurde und Daten von mir erst einmal weg waren. Beide Male schrieb ich im Moment des Entdeckens eine eMail.

Beim ersten Mal bekam ich nach drei Tagen eine Antwort, in der ich aufgefordert wurde, mein Backup einzuspielen. Und erst auf hohen öffentlichen Druck besann sich das Unternehmen, die vertraglich zugesicherten eigenen Backups zu benutzen. Eine Erklärung darüber was passiert war habe ich in der Fachpresse suchen müssen.

Beim zweiten Mal hatte ich nach einer Stunde eine Antwort, die an alle Kunden gegangen war, zehn Minuten später noch eine persönliche eMail, dann waren zwei Stunden später alle Daten wieder da und ich fand noch eine Erklärung über die Geschehnisse und die getroffenen Maßnahmen in meiner Inbox.

Beide Male war etwas geschehen, was gelegentlich passiert. Aber einmal habe ich darüber komplett das Vertrauen in den damaligen Dienstleister verloren und einmal ein gutes Gefühl der Sicherheit zurückbehalten.

Alles eine Frage der Kommunikation. Und das sollte man sich doch nicht entgehen lassen.

(Foto von cesarastudillo unter CC-Lizenz. Merci!)

Test your color IQ

Im CSS-Tricks-Blog bin ich auf einen interessanten Test gestossen - den Farb-IQ-Test. Es geht darum, in vier Reihen Farbfelder nach dem Farbton zu ordnen – als Ergebnis wird dann ein Wert zwischen 0 (= kein Fehler) und 100 (= ganz schlecht) ermittelt.

Farb-IQ-Test

Ich denke, mit meinem Testergebnis von 4 kann ich vollauf zufrieden sein.

Sehen User das, was wir ihnen anbieten?

Täglich entstehen unzählige neue Websites, täglich arbeite auch ich mit meinen Kunden daran, neue Seiten im Internet bereitzustellen. Ich arbeite an Konzepten, Strukturen, ordne Inhalte an und wir alle zusammen geben uns große Mühe, dem User Inhalte, Angebote und Dienste möglichst bequem nutzbar anzubieten.

Jana Jordis, Rainer Lieser und Thorsten Biedenkapp haben ein Experiment gemacht: Sie haben Menschen auf der Straße gebeten, ihre Lieblingswebsite zu beschreiben, ohne den Namen zu nennen. Das Ergebnis hier im Film:

"Ich sehe was, was Du nicht siehst" from Thorsten Biedenkapp on Vimeo.

Weitere Informationen und Eindrücke im Blog von Thorsten Biedenkapp; gerade diesen Satz finde ich dort persönlich besonders wichtig:

Gerade wenn man als Webworker täglich am Puls der Zeit sitzt sollte man den einfachen Nutzer nicht vergessen und sich bewusst versuchen in dessen Lage zu versetzen. Es ist leicht sich über vermeintlich dumme Nutzer lustig zu machen. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass sich umgekehrt gerade diese Nutzer täglich über dumme Programmierer aufregen, die nicht verstehen wollen, das schicke Features auch benutzbar sein sollten.

How to be a good client

Liebe Kunden, mit dem folgenden Artikel sind Sie natürlich nicht angesprochen - Sie sind die besten Kunden der Welt. Natürlich dürfen Sie sich aber trotzdem gut unterhalten fühlen, wenn es darum geht, was die anderen so alles falsch machen.

Manuela Hoffmann hat ein PDF einer amerikanischen Firma gefunden, in dem die ein paar Regeln sammelt, wie man ein guter Kunde wird:

How to be a good client

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